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Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Zeit auf einmal stillsteht. Nach dem Tod geliebter Menschen bin ich selbst durch intensive Trauerprozesse gegangen. Ausgelöst durch Sterben nach langer Krankheit und Suizid. Später habe ich ein befreundetes Paar nach der Geburt ihres Sternenkinds eng begleitet. Diese Erfahrungen haben mich schon in jungen Jahren für die Auseinandersetzung mit Sterben und Trauer geöffnet. 

Geboren und aufgewachsen bin ich in Niedersachsen, dann hat es mich erstmal in die weite Welt gezogen: Brasilien, Bayern, Bolivien, Cuba und zuletzt Berlin waren wichtige Stationen meines frühen Erwachsenenlebens. Doch ein echtes Nordlicht kehrt irgendwann nach Hause zurück. Seit 2023 wohne ich in Lüneburg, bin regelmäßig in Hamburg und genieße es sehr, mir wieder eine steife Brise um die Nase wehen zu lassen.

 

Was mich im Kern ausmacht? Authentizität, Offenheit, Empathie, Herzlichkeit, Lebensfreude und Dankbarkeit. Eine große Liebe zum geschriebenen und gesprochenen Wort und ein besonderer Sinn für schöne Zeremonien. All das fließt in meine Arbeit ein, insbesondere in meine Tätigkeit als Freie Rednerin. Seit acht Jahren führe ich als Hochzeitsrednerin durch Freie Trauungen. Außerdem arbeite ich als systemische Coach für Einzelpersonen und Paare. 2023-2024 habe ich eine einjährige Ausbildung zur Trauerrednerin bei memento Kultur:Trauer absolviert. Seither schreibe ich auch Trauerreden und gestalte Trauerfeiern auf vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Portugiesisch und Spanisch. 

Ich empfinde es als große Ehre, den Abschied von einem verstorbenen Menschen zeremoniell gestalten zu dürfen: 

Licht auf sein Leben werfen, anerkennen und wertschätzen was war, den Raum halten für die Gefühle, die damit einhergehen – und für all das die richtigen Worte finden. Die Verantwortung dafür übernehme ich von Herzen gerne. 

 

Ich freue mich auf Sie, unser Gespräch und alle Erinnerungen an Ihre:n Verstorbene:n, die Sie mit mir teilen möchten. 

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Über mich

Mein Ansatz als Trauerrednerin

Manchmal kommt der Tod sehr früh, manchmal nach einem lang gelebten Leben. Mal kommt er überraschend, mal kündigt er sich im Voraus an. 

Egal wie: Wenn ein geliebter Mensch stirbt, fühlen wir uns plötzlich rausgerissen. Aus dem Alltag, aus liebgewonnen Gewohnheiten, aus Strukturen. Die Trauer darüber, dass jemand gestorben ist, kann sehr schmerzvoll sein. Sie kann sich ohnmächtig und taub anfühlen. Kann Wut und Scham hervorrufen. Gleichzeitig kann sie erden und uns im Hier und Jetzt verankern. Kann uns Dankbarkeit spüren lassen und bleibende Verbundenheit mit dem oder der Verstorbenen. Eine Verbundenheit, die über den Tod hinausreicht. 

Trauer ist bunt.

 

Die Trauerbegleiterin und Autorin Chris Paul beschreibt mit dem „Trauerkaleidoskop“ sechs Facetten von Trauer, jeder ordnet sie eine Farbe zu. Diese Facetten spielen sich in jeder:m von uns ab, wenn wir trauern. Welche Facette wann im Vordergrund steht und andere zeitweise überdeckt, das ist individuell ausgeprägt.

 

Jede:r trauert anders.

 

Wie auch meine Ausbilder:innen von memento Kultur:Trauer e.V. begreife ich Trauer als Anpassungs- und Entwicklungsprozess. Der Tod eines nahestehenden Menschen verändert – uns und unser Leben. Trauer hilft bei der Transformation. Trauer ist die Lösung, nicht das Problem.

Ganz besonders, wenn die Angehörigen selbst daran mitwirken – sei es durch Vorüberlegungen oder einen aktiven Part in der Abschiedszeremonie selbst. 

Deshalb überlegen wir in den Vorbereitungsgesprächen gemeinsam:

Wie kann die Trauerfeier so ablaufen, dass sie sowohl dem Verstorbenen, als auch Ihnen voll und ganz entspricht?

So, dass Sie hinterher sagen können „das hätte ihm (oder ihr) gefallen“?

So, dass Sie selbst gerne daran zurückdenken, auch in ein paar Jahren noch?

 

Lassen Sie uns gemeinsam Antworten auf diese Fragen finden. 

Sauerkaleidoskop-nach-Chris-Paul

Eine gut gestaltete Trauerfeier unterstützt
den Trauerprozess.

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